Glatze? Kein Problem! Was hilft und wieso „Hatfishing“ keine Option ist

Viele Männer kennen das Problem: Das Haar wird lichter, die Geheimratsecken sind plötzlich gar nicht mehr so geheim und eine Glatze scheint unaufhaltbar. Doch kein Grund zum Kopfzerbrechen – der Prozess lässt sich oftmals verlangsamen und erste Hautblitzer können geschickt kaschiert werden. Oder ihr geht in die Offensive und entdeckt mit Glatze und Bart einen ganz neuen, maskulinen Look für euch. Masterbarbier Anthony Stölting verrät, worauf Mann dabei achten sollte.

Besonders erblich bedingten Haarausfall würden die meisten Männer am liebsten auf den Mond schießen. Kein Wunder, immerhin sorgt die „Alopecia androgenetica“ bei rund 70 Prozent der Vertreter des starken Geschlechts dafür, dass sie früher oder später eine Glatze haben. Der Grund: Die Haarfolikel reagieren mit der Zeit empfindlich auf das Geschlechtshormon Dihydrotestosteron, wodurch die Wachstumsphase verkürzt wird und schließlich komplett stoppt.

Glatze im Anflug? Keine Panik!

Die schlechte Nachricht vorweg: Komplett aufhalten lässt sich der Haarausfall nicht. Die gute: Es gibt viele Hilfsmittel und Tricks, um das Haupthaar so lange wie möglich zu behalten. „Wichtig ist, früh genug zu starten. Wenn man merkt, dass die Haare dünner werden, kann man mit medizinischen Produkten aus der Apotheke die Wachstumsphasen wieder verlängern. Dabei sollte man auf den Inhaltsstoff Minoxidil achten“, erklärt Anthony.

Um dünnen Haaren neue Festigkeit zu verleihen, empfiehlt der Masterbarbier Männern zudem, auf natürliche Produkte zu setzen. „Unser Meersalzspray ist ein echter Booster für die Strähnen“, verrät der Chef von Eric:Barbier. Da sich die Salzkristalle um die einzelnen Haare legen, verleihen sie diesen ein natürliches Volumen und sorgen so für Spannkraft. Die verstärkten Haare reiben aneinander und bleiben dank diesem permanenten Kontakt auf natürliche Art und Weise in der gewünschten Form – und kaschieren die eine oder andere Lücke.

Haar-Wachs statt Wachstum

Damit Strähnen mehr Kraft erhalten, kann man auch etwas Haar-Wachs mit den Fingerspitzen am Ansatz auftragen. Das handtuchnasse Haar anschließend wie gewünscht formen oder mit einem feinen Kamm stylen. Dabei gilt das Motto „Weniger ist mehr“, wie der Hamburger erklärt: „Ich würde erst mit einer kleinen Menge starten. Zu viel Wachs lässt die Haare schnell verkleben oder feucht aussehen und zerstört so den natürlichen Look.“

Glatze und Bart mutig kombinieren

Lassen sich die Lücken allerdings nicht mehr kaschieren, haben Männer verschiedene Optionen. Streuhaar aus der Dose kann die lichten Stellen temporär auffüllen, „allerdings muss man hierbei den eigenen Farbton perfekt treffen“, sagt Anthony. Eine Haartransplantation ist oftmals teuer und garantiert keinen nachhaltigen Erfolg. Oder man wagt den großen Schritt und verabschiedet sich von dem Haupthaar.

„Sollte man eine Glatze tragen, ist es wichtig, weiter für Konturen im Gesicht zu sorgen und so eine hohe Stirn zu verhindern“, weiß der Masterbarbier. „Ein Bart kann dabei helfen und wirkt gleichzeitig wie ein Fixpunkt. Bei hellen Hauttypen empfiehlt es sich auch, die Augenbrauen minimal dunkler zu färben und so deutlicher hervorzustellen.“ Bevor man das allerdings im heimischen Badezimmer ausprobiert und womöglich einen Farb-Unfall produziert, empfiehlt Anthony, sich beim Barbier beraten zu lassen.

„Hatfishing“ – oder: Mehr Selbstvertrauen bei einer Glatze

Also, liebe Männer: Nur Mut! Interessanterweise scheint dieses Selbstvertrauen auch in der Partnersuche noch nicht angekommen zu sein und das Wort „Hatfishing“ hat sich bereits einen Eintrag im Urban Dictionary verdient. Es beschreibt, dass Männer auf Tinder & Co. mit Cap, Hut oder Bandana versuchen, ihre Glatze zu verstecken. Blöd gelaufen, wenn aus dem digitalen Kontakt dann ein realer wird und das fehlende Haupthaar ans Licht kommt. Unsere Empfehlung: Lieber mit diesen Tipps einen neuen männlichen Look finden und gleich mit offenen Karten spielen.

Wusstet ihr, dass man auch Bärte färben kann? Hier erklärt euch Friseurmeister Behar, für wen sich der Bart-Anstrich anbietet.

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